SPD-Fraktion Erftstadt

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SPD-Fraktion verärgert über den Bürgermeister

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SPD-Fraktion verärgert über Vorgehen des Bürgermeisters in der Gesamtschul-Frage

Die SPD-Fraktion ist verärgert und entsetzt über das Vorgehen von Bürgermeister Volker Erner und des zuständigen Beigeordneten David Lüngen im Umgang mit demSchulentwicklungsplan und dem Standortgutachten für eine Gesamtschule. „Dass der Bürgermeister ein Gutachten veröffentlicht, ehe das Gros der Stadtverordneten diese Vorlage gesehen hat, ist ein einmaliger Vorgang“, so ein erstes Fazit des Fraktionsvorsitzenden Bernd Bohlen nach der letzten Fraktionssitzung.

Als Vertrauensbruch wertet Bohlen die Tatsache, dass der Bürgermeister in einem als vertraulich bezeichneten Gespräch die anwesenden Politiker nicht darüber unterrichtet hat, dass er die Ergebnisse des Gutachtens bereits an die Presse weitergeleitet hat. Die Einladung zum Schulausschuss, in dem das Gutachten besprochen werden soll, ist noch nicht versandt. Die klärende und umfangreiche Vorlage zum Schulentwicklungsplan und zum Gutachten ist noch nicht fertiggestellt.

„Welchen Zweck verfolgen Bürgermeister, Beigeordneter und Schulamt mit diesem Vorgang?“

, fragt sich die SPD-Fraktion. Da werden Gutachten und Pläne jetzt öffentlich diskutiert, ohne dass die Fraktionen Gelegenheit hatten, die Themen intensiv zu beraten. Dies schade dem Schulfrieden in der Stadt.

Die Konsequenzen, die aus dem Schulentwicklungsplan zu ziehen sind, sind für die SPD-Fraktion noch völlig offen. Auch die Standortfrage für die Gesamtschule ist damit längst noch nicht geklärt. In der Fraktionssitzung dieser Woche kamen außerdem erhebliche Zweifel daran auf, dass es in Erftstadt auf Dauer genügend Schülerinnen und Schüler für zwei Gymnasien und eine Gesamtschule gibt. Schon jetzt gebe es nicht genügend Schülerinnen und Schüler für zwei getrennte gymnasiale Oberstufen.

Die völlig überraschende Veröffentlichung des Gutachtens, nur einen Werktag nach Abschluss der Anmeldefristen für die weiterführenden Schulen in Erftstadt, wertet die SPD-Fraktion auch als Affront gegen die Eltern, die letzte Woche noch ihre Kinder an der Realschule in Liblar angemeldet haben. Diese Eltern müssen sich zu Recht getäuscht fühlen.

Brisanz in die weitere Diskussion bringen nach Ansicht der SPD-Fraktion auch die vorliegenden Anmeldungen für die weiterführenden Schulen.

90 Anmeldungen gibt es für die Realschule in Liblar, gut 60 für die Realschule in Lechenich. Für die Hauptschule gibt es 42 Anmeldungen. Für das Gymnasium in Liblar 129 Anmeldungen und für das Gymnasium in Lechenich knapp über 60.

Nicht bekannt ist bisher die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die an auswärtigen Schulen angemeldet sind. „Das sieht nach einer Abstimmung der Eltern mit den Füßen aus“, so Bohlen.