SPD-Fraktion Erftstadt

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SPD: Erftstadt muss von Energiewende profitieren

Ratsfraktion

Pressemeldung der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Erftstadt
Fraktion hat konkrete Vorstellungen für den Einstieg ins Energiegeschäft

Die SPD-Fraktion hat ganz konkrete Vorstellungen, wie die Stadt Erftstadt in das Energiegeschäft mit erneuerbaren Energien einsteigen kann. Sie strebt eine Beteiligung an einer noch mit kompetenten Partnern zu gründenden Betreibergesellschaft für die Erzeugung von Strom aus Windenergie an. Denkbare Partner einer solchen Gesellschaft sind für die SPD-Fraktion Grundstückseigentümer, Erftstadts Bürgerinnen und Bürger, vor allem aber ein kompetentes Energieunternehmen. Beim Energieunternehmen denkt die SPD-Fraktion insbesondere an ein kommunales Unternehmen. Ein möglicher Partner könnte die Stawag in Aachen sein. „Unser Partner muss sich im Stromgeschäft und bei der Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Energien bestens auskennen“, fordert Fraktionsvorsitzender Bernd Bohlen. Eine Projektgesellschaft, die lediglich die Windkraftanlagen baue und ihr Geschäft darin sehe, die Anlagen dann teuer zu verkaufen, erfülle diese Auflagen nicht.

„Der Boom bei den erneuerbaren Energien darf nicht länger an Erftstadt vorbeigehen“, begründet Bernd Bohlen den Vorstoß seiner Fraktion. Die Entwicklung bei der Photovoltaik habe man bereits verschlafen. Bei der Windenergie müssten Rat und Verwaltung nun zupacken. Die mit der Produktion und dem Verkauf von Strom aus Windenergie zu erzielenden Erlöse könnten dann zu einem guten Teil dem Stadtsäckel zugutekommen. „Um die städtischen Finanzen in Ordnung und neue finanzielle Ressourcen für zukünftige wichtige Aufgaben zu bekommen, brauchen wir neue Einnahmen“, so Bohlen. Besonders interessant erscheint es der SPD-Fraktion, den Strom nicht nur direkt ins Netz einzuspeisen, sondern zum großen Teil zu speichern, um ihn dann abzugeben, wenn er besonders gefragt ist. „Der Vortrag des Experten der Berliner Firma Younicos, Gunnar Wrede, zum Stand der Technik bei der Speicherung von Strom bei unserer Klausurtagung kurz vor den Herbstferien hat uns Mut gemacht, auch darüber nachzudenken“, erklärt Bernd Bohlen. Neben jedem Windrad die eigene Batterie, die den Strom speichert, sei längst keine Utopie mehr. Der Charme der erneuerbaren Energien sei nun einmal, dass der Strom regional erzeugt werden könne und nicht allein in zentralen Großkraftwerken. „Die derzeitige Diskussion, den Ausbau der Windenergie im Binnenland zu bremsen und vorrangig an der See auszubauen, will genau diesen positiven Aspekt behindern“, glaubt Bohlen. Die Deckung der Energienachfrage in der Region sei ein Dorn im Auge für all diejenigen, die an einer Konzentration der Energieversorgung am meisten verdienen würden.

Die SPD-Fraktion geht nun davon aus, dass der auf Stadtebene gegründete interfraktionelle Arbeitskreis zum Thema Energie in den nächsten Sitzungen über die Art und Weise einer solchen Beteiligungsgesellschaft diskutiere und ermittle, welche Gesellschaftsform für die Stadt am besten geeignet sei. Die SPD-Fraktion hofft, dass es dem Arbeitskreis gelingt, in den nächsten Monaten die Weichen richtig zu stellen. Die Voraussetzungen für eine Einigung zwischen den Fraktionen seien durchaus gegeben. „Wir müssen jetzt noch mehr aufeinander zugehen“, so Bohlen.