SPD-Fraktion Erftstadt

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Flüchtlinge

Ratsfraktion

Stadt hat kein schlüssiges Konzept zur Unterbringung

Die Stadt Erftstadt hat derzeit kein schlüssiges Konzept, wie sie die wachsende Zahl von Flüchtlingen und Asylsuchenden zukünftig in Erftstadt unterbringen will. Vorgesehen ist bisher nur die erneute Belegung in der Klosterstraße 30 b, einem Gebäude, das den Stadtwerken gehört. Weitere Unterbringungsmöglichkeiten sollen in Zusammenarbeit mit dem Eigenbetrieb Immobilienwirtschaft geprüft.

Das reicht nicht!“, fasst Fraktionsvorsitzender Bernd Bohlen die Diskussion darüber in der jüngsten Fraktionssitzung zusammen. „Wir wollen konkret wissen, wo und wie viele Flüchtlinge und Asylsuchende die Verwaltung in den nächsten Monaten unterzubringen gedenkt.“ Die Zahl der Flüchtlinge sei in den vergangenen Monaten stetig angestiegen. Eine Trendwende sei nicht erkennbar. „Vor diesen Problemen kann und darf die Verwaltung nicht die Augen verschließen“, sagt der sozialpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Franz Schmidt.

Bei der Auswahl neuer Unterbringungsmöglichkeiten will die SPD-Fraktion unterschiedliche Kriterien berücksichtigt wissen. So dürfen neue Unterbringungskapazitäten nur ausgewählt werden, wo auch die passende Infrastruktur vorhanden ist. Soziale Einrichtungen müssen gut erreichbar sein. Die Hauptlast müssen die beiden großen Stadtteile tragen.

Die beiden Sozialdemokraten erinnern daran, dass die Stadtverwaltung in den letzten Jahren gegen den Rat der SPD-Fraktion vorhandene Unterkunftsmöglichkeiten abgebaut hat. Das rächt sich nun. Jetzt werden neue gebraucht. Dazu bedarf es eines Konzeptes, das von einer großen Mehrheit der Politik und der Bevölkerung in Erftstadt getragen werde.

Anfang August lebten in Erftstadt 171 Flüchtlinge. Davon wohnen die meisten (über 100) in der Radmacherstraße in Liblar. Seit 2003 hat die Stadtverwaltung weit über 200 Plätze abgebaut. In Lechenich gibt es derzeit keine Unterkünfte für Flüchtlinge.